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Pilot 48 Stunden: QR-2 Feldtest für Werksgelände

Pilot 48 Stunden mit QR-2: Lieferung, Inbetriebnahme, Messpunkte. 1.750 Euro Pauschale, 14 Tage Feldtest, fünf definierte KPIs für die Übernahme.

Dr. Raphael Nagel (LL.M.)
Investor & Autor · Founding Partner
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Pilot 48 Stunden: QR-2 Feldtest für Werksgelände

Ein Pilot 48 Stunden ist kein Demotag. Er ist ein definierter Feldtest mit Lieferung binnen zwei Werktagen nach Vertragsunterzeichnung, 14 Tagen Vollbetrieb und fünf messbaren KPIs. Der vorliegende Text beschreibt Ablauf, Vorbereitung, Messpunkte und Kosten für Werkleiter mittelständischer Industriebetriebe. Die Pauschale beträgt 1.750 Euro und ist auf die erste Mietrate anrechenbar.

Pilot 48 Stunden: Was der Test liefert

Der Pilot umfasst sechs Bausteine, die in einem schriftlichen Leistungsumfang fixiert sind:

  • Lieferung des QR-2 auf das Werksgelände innerhalb von 48 Stunden nach Vertragsunterzeichnung.
  • Inbetriebnahme durch zwei Quarero-Techniker, Dauer 4 bis 6 Stunden, inklusive Geofence-Kalibrierung.
  • Mindestens drei Patrouillenrouten mit unterschiedlichen Zeitfenstern, abgestimmt mit dem Werkleiter.
  • Übergabe an den Werkschutz nach einer Schulung von zwei Stunden pro Schicht.
  • Messbare Ergebnisse nach 14 Tagen: Detektionsrate, Fehlalarme, MTBF, Abdeckung, Energieverbrauch.
  • Schriftliches Abnahmeprotokoll mit Übernahmeoption in einen 24-Monats-Mietvertrag.

Was der Pilot nicht leistet: Er ersetzt keine baulichen Perimetermaßnahmen und keine §34a-zertifizierte Interventionskraft. Der Roboter detektiert, dokumentiert und eskaliert. Die physische Intervention bleibt beim Werkschutz oder bei der Polizei.

Nächster Schritt: Anforderungsprofil über Pilot anfragen abstimmen.

Vorbereitung vor Lieferung

Die Vorbereitung entscheidet darüber, ob der Pilot am Tag der Anlieferung produktiv läuft oder 36 Stunden verliert. Folgende Unterlagen und Voraussetzungen sind 72 Stunden vor Anlieferung zu klären:

  • Werksplan und Geofence-Polygone als KMZ- oder GeoJSON-Datei. Maßstab mindestens 1:2.500, alle Sperrzonen, Werkstore und Gleisbereiche markiert.
  • Übergabepunkte zum Werkschutz und vollständige Eskalationskette mit Telefonnummern, inklusive Bereitschaft außerhalb der Bürozeiten.
  • WLAN- oder LTE-Konnektivität auf dem gesamten Patrouillenbereich. Mindestbandbreite 10 Mbit/s upstream pro Roboter, gemessen an den ungünstigsten Punkten der Route.
  • Ladestation mit 230V-Anschluss, überdacht, maximal 200 Meter von der zentralen Patrouillenroute entfernt. Stellfläche 1,2 mal 1,5 Meter, ebene Bodenplatte.
  • Datenschutz-Folgenabschätzung nach DSGVO Art. 35, abgeschlossen und vom Datenschutzbeauftragten gegengezeichnet. Ohne DSFA kein Pilotstart, da Personendetektion und Audio-Aufnahmen betroffen sind.

Die DSFA-Dokumentation wird durch Quarero als Vorlage geliefert. Die Bewertung muss der Betreiber selbst durchführen. Die Anforderungen der EU-Maschinenverordnung an autonome Maschinen sind durch die CE-Konformität des QR-2 abgedeckt (EU 2023/1230). Die Konformität nach EN ISO 13482 für mobile Serviceroboter liegt vor.

Nächster Schritt: Vorbereitungs-Checkliste über Pilot anfragen anfordern.

Tag 1: Inbetriebnahme und Sensor-Kalibrierung

Die Anlieferung erfolgt per Sprinter zwischen 08:00 und 10:00 Uhr Ortszeit. Entladung mit Hubwagen, das Versandgewicht des QR-2 liegt bei 87 kg inklusive Transportrahmen. Eine Rampe oder Ladebordwand ist erforderlich.

Die Inbetriebnahme läuft in fünf Schritten:

  1. Mechanische Prüfung und Anschluss an die Ladestation, Erstladung 90 Minuten auf 80 Prozent SoC.
  2. Thermalkamera-Kalibrierung gegen Referenzobjekte bei Umgebungstemperatur. Zulässige Toleranz unter 2 Kelvin gegenüber Schwarzkörper-Referenz.
  3. Anpassung der Personendetektions-Schwellwerte auf die Werkscharakteristik. Wildtiere, reflektierende Flächen und Werksverkehr werden in der Negativklasse trainiert.
  4. Aktivierung der Audio-Detektion für Glasbruch, Schreie und Motorgeräusche außerhalb der Betriebszeit. Lärmpegel-Baseline über 30 Minuten pro Routenabschnitt.
  5. Erste Probepatrouille mit dem Werkschutz im Schritttempo, etwa 4 km/h. Routenanpassung in Echtzeit, Markierung kritischer Punkte (enge Tore, Schwellen, Gefälle über 8 Prozent).

Am Ende von Tag 1 liegt ein kalibriertes System mit dokumentierten Routen vor. Die Quarero-Techniker bleiben bis zur Abnahme der ersten autonomen Patrouille vor Ort.

Nächster Schritt: Technische Spezifikation der QR-2 Außenpatrouille prüfen.

Tag 2: Vollbetrieb und Schichtübergabe

Tag 2 beginnt mit dem 24-Stunden-Vollbetrieb nach dem festgelegten Schichtplan. Der Werkschutz übernimmt das primäre Monitoring, das Quarero-NOC läuft parallel zur Absicherung.

Operative Eckpunkte:

  • Live-Monitoring durch Quarero-NOC. Reaktionszeit auf kritische Alarme unter 90 Sekunden.
  • Alarmweiterleitung an die Werkschutz-Leitstelle per SIP, MQTT oder direkter REST-API. Das Protokoll wird mit der bestehenden Leitstellen-Software abgestimmt.
  • Schulung der zweiten und dritten Schicht in jeweils zwei Stunden. Inhalte: Bedienung der Mobile-App, manuelle Übersteuerung, Notausschaltung, Eskalationspfad bei technischer Störung.
  • Erster Belastungstest mit simuliertem Eindringling. Zwei Szenarien: Übersteigen des Zauns in Sektor A bei Tageslicht, unbefugter Aufenthalt in Sperrzone B bei Nacht. Detektion und Verfolgung werden mit Zeitstempel dokumentiert.

Der Belastungstest am Ende von Tag 2 ist der erste belastbare Datenpunkt für die spätere Übernahmeentscheidung. Falsche Negative werden direkt in die Trainingsdaten zurückgespielt.

Nächster Schritt: Anforderungen für Perimeterschutz für Industrieparks gegen Werksplan abgleichen.

Messpunkte für die Pilotbewertung

Fünf KPIs entscheiden über die Übernahme. Die Werte werden über die volle Pilotlaufzeit von 14 Tagen erhoben, dokumentiert im täglichen Operations-Report.

KPI Zielwert Messmethode
Detektionsrate Personen in Sperrzonen über 95 Prozent, Tag und Nacht Vergleich Robotermeldungen gegen Video-Ground-Truth
Falschalarmrate pro 24 Stunden unter 2 Ereignisse Klassifikation durch Werkschutz-Disponent
Mean Time Between Failures über 720 Stunden Logfile-Auswertung, ungeplante Stillstände
Patrouillenabdeckung pro Schicht über 92 Prozent der Routenlänge GPS-Track gegen Soll-Route
Energieverbrauch maximal 4 Ladevorgänge pro 24 Stunden Telemetrie der Ladestation

Die Detektionsrate wird stratifiziert nach Tag- und Nachtphase berichtet, da die Thermalkamera bei Nebel und Regen unterschiedliche Charakteristik zeigt. Die Falschalarmrate ist der KPI mit der höchsten Streuung in den ersten 72 Stunden, da das System sich auf den Werksverkehr einstellt. Erfahrungswert: Tage 1 bis 3 liegen typischerweise bei 4 bis 6 Falschalarmen, ab Tag 5 unter 2.

Nächster Schritt: Baseline-Daten des aktuellen Werkschutzes für den Vergleich erfassen.

Übernahmekriterien nach 14 Tagen

Am Ende des 14-Tage-Pilots entscheidet das Abnahmeprotokoll über den weiteren Verlauf. Drei Szenarien sind vertraglich vorgesehen:

  1. Alle fünf Messpunkte erfüllt. Übergang in einen 24-Monats-Mietvertrag zu 3.500 Euro monatlich für den QR-2. Die Pilotgebühr von 1.750 Euro wird vollständig auf die erste Mietrate angerechnet.
  2. Abweichung in genau einem Messpunkt. Verlängerung des Pilots um sieben Tage ohne Zusatzkosten. Der betroffene KPI wird gezielt nachjustiert, etwa durch Routenänderung oder Schwellwertanpassung.
  3. Strukturelle Probleme oder Abweichung in mehreren Messpunkten. Rückführung des Roboters ohne Vertragsbindung. Die Pilotgebühr entfällt, der Betreiber zahlt nur die ausgelieferten Reports.

Das schriftliche Abnahmeprotokoll wird vom Werkleiter und vom Quarero-Projektleiter unterzeichnet. Es enthält die KPI-Werte, die Liste aller Vorfälle, das Logfile der manuellen Übersteuerungen und die Empfehlung für den weiteren Betrieb.

Optional: Aufstockung auf den QR-3 mit erweiterten Sensoren. Lieferzeit weitere 48 Stunden, Konfiguration auf der gleichen Vertragsgrundlage. Eine pauschale KRITIS-Eignung wird nicht behauptet. Die Anwendbarkeit auf KRITIS-Sektoren richtet sich nach den Schwellenwerten der KritisV und ist im Einzelfall zu prüfen.

Nächster Schritt: Drei-Stufen-Pricing für Folgemonate prüfen.

Kostenvergleich Pilot vs. konventioneller Werkschutz

Ein konventioneller 24/7-Posten kostet im gewerblichen Wach- und Sicherheitsdienst zwischen 15.000 und 25.000 Euro monatlich, abhängig von Tarifgebiet, Qualifikation und Zuschlägen (BDSW Branchendaten). Der Pilotpreis liegt bei 1.750 Euro pauschal für 14 Tage und ist anrechenbar auf die erste Mietrate.

Direkter Vergleich für einen mittelständischen Industriestandort mit einem 24/7-Posten:

Position Konventioneller Posten Pilot QR-2 (14 Tage)
Pilotphase / Onboarding 0 Euro (sofortiger Einsatz) 1.750 Euro
Monatliche Folgekosten 15.000 bis 25.000 Euro 3.500 Euro Miete
CapEx 0 Euro 0 Euro
Personalrekrutierung 4 bis 12 Wochen nicht erforderlich
Wartung und Versicherung extern, nicht enthalten im Mietpreis enthalten

Zusätzliche operative Punkte:

  • Kein Betriebsrat-Vorgang für eine neue Wachpersonal-Einstellung, da kein Personal eingestellt wird. Die Mitbestimmung zur Einführung technischer Überwachung nach BetrVG §87 Abs. 1 Nr. 6 ist getrennt zu führen und wird in der Vorbereitungsphase angesprochen.
  • Skalierung auf weitere Standorte ohne Personalrekrutierung möglich. Ein zweiter Standort kann innerhalb von 48 Stunden mit identischem Setup laufen.
  • Folgeinvestitionen entfallen, da Wartung, Software-Updates und Versicherung im Mietpreis enthalten sind. Das Mietmodell ohne CapEx bildet die vertragliche Grundlage.

Eine vollständige Betrachtung über 24 Monate inklusive Reaktionskräfte und Leitstellenanbindung liefert die TCO-Analyse Industriepark. Eine isolierte Stellenkostenrechnung steht im Kostenvergleich Werkschutz.

Nächster Schritt: TCO über 24 Monate mit eigenem Standort durchrechnen.

Häufige Fehler im Pilotbetrieb

Aus mehr als 40 abgeschlossenen Piloten lassen sich fünf wiederkehrende Fehler benennen, die die Pilotbewertung verzerren oder den Vertragsübergang blockieren:

  1. Unklare Eskalationskette. Ohne benannten Bereitschaftsdienst zwischen 22:00 und 06:00 Uhr verpuffen Alarme im Schicht-Übergang. Die Konsequenz ist eine niedrige effektive Detektionsrate, obwohl der Roboter korrekt meldet. Gegenmaßnahme: namentliche Bereitschaftsliste vor Pilotstart, monatlich aktualisiert.
  2. Zu enge Geofences. Wenn der Geofence weniger als 1,5 Meter Abstand zu Werkstoren oder Hallenwänden zulässt, blockiert sich der Roboter an Engstellen. Manuelle Übersteuerung ist erforderlich, die MTBF sinkt scheinbar. Gegenmaßnahme: Geofence-Korridore mit mindestens 2 Metern Breite, Engstellen als Wegpunkte mit reduzierter Geschwindigkeit.
  3. Fehlende Schulung der Nachtschicht. Wenn nur die Tagschicht geschult wird, bedient die Nachtschicht die App über Vermutungen. Bedienfehler erscheinen in den Logs als manuelle Stopps und verzerren die Verfügbarkeitsstatistik. Gegenmaßnahme: zwei Stunden Schulung pro Schicht, dokumentiert mit Teilnehmerliste.
  4. Keine Baseline-Messung vor Pilotstart. Wenn die Vorfallzahlen des konventionellen Werkschutzes der letzten 90 Tage nicht vorliegen, fehlt der Vergleichsmaßstab. Die Pilot-KPIs sind absolut interpretierbar, der wirtschaftliche Vergleich aber nicht. Gegenmaßnahme: Schichtbücher der letzten drei Monate auswerten und Vorfallkategorien definieren.
  5. Datenschutz-Dokumentation nachgelagert. Wenn die DSFA erst nach dem Pilot erstellt wird, blockiert der Betriebsrat den Übergang in den Mietvertrag. Die operative Eignung ist dann nachgewiesen, aber rechtlich nicht umsetzbar. Gegenmaßnahme: DSFA als Pilot-Voraussetzung behandeln, nicht als Folge.

Diese fünf Punkte sind in der Vorbereitungs-Checkliste enthalten und werden 72 Stunden vor Anlieferung mit dem Werkleiter durchgegangen.

Nächster Schritt: Vorbereitungsgespräch mit dem Quarero-Projektleiter über Pilot anfragen terminieren.

Übergabe

Der Pilot 48 Stunden ist ein definierter Beschaffungsschritt, kein Vertriebstermin. Er liefert in 14 Tagen fünf belastbare KPIs, ein schriftliches Abnahmeprotokoll und eine klare Entscheidungsgrundlage über die Fortführung im Mietmodell. Die Pauschale von 1.750 Euro ist anrechenbar, die Rückführung bei Nichteignung ist kostenfrei.

Für die Einleitung des Pilots werden Werksplan, Geofence-Polygone, Konnektivitätsnachweis und der abgeschlossene DSFA-Entwurf benötigt. Anfrage und Vorbereitungs-Checkliste über Pilot anfragen.

Übersetzungen

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