Kostenrechnung · 24/7-Posten
24/7-Wachschutz Kosten. Was rund um die Uhr wirklich kostet.
Ein 24/7-Posten kostet in Deutschland 2026 Vollkosten zwischen 15.000 und 25.000 EUR pro Monat — in Ballungszentren bis 40.000 EUR bei multi-shift heavy. Diese Seite legt die Rechnung offen: BDSW-Tariflohn, VK-Faktor 4,2, Nachtzuschläge, Lohnnebenkosten, Marge des Sicherheitsunternehmens. Plus die Robotik-Substitution mit transparenter Vergleichsrechnung.
Vollkostenrechnung · drei Szenarien
Was 24/7-Bewachung an Ihrem Standort kostet.
Szenario A · ländlich
z.B. Sachsen-Anhalt
15.000 €/Monat
180.000 €/Jahr
Tariflohn 14,92 €/h, VK-Faktor 4,2, 10% Nachtzuschlag. Mittelständischer Industriestandort ohne KRITIS-Pflicht.
Szenario B · Durchschnitt DE
z.B. Hessen, Hannover
18.500 €/Monat
222.000 €/Jahr
Tariflohn 15,00 €/h, 15% Nachtzuschlag, KRITIS-relevante Anlage. Eine 24/7-Postenstelle plus Intervention bei Bedarf.
Szenario C · Ballungszentrum
z.B. München, Frankfurt
25.000 €/Monat
300.000 €/Jahr
Tariflohn 14,93 €/h Bayern, 23% Nachtzuschlag, Spitzentarif-Aufschlag 25%. KRITIS-Verkehr/Energie mit Audit-Pflicht.
Hybrid-Modell · Robotik substituiert Routine
Was Robotik ersetzt — und was nicht.
Robotik ersetzt
- Routine-Patrouille am Perimeter, 24/7 ohne Schichtlücke
- Audit-fester Streifen-Nachweis (KRITIS-DG §5)
- Wärmebild-Detektion bei Nacht und Nebel
- GPS-Logging, manipulationssicher, BBK-export-fähig
- Eskalation in die Leitstelle (SOC, CCTV, Ticketing)
Mensch bleibt zuständig
- Physische Intervention bei Unberechtigtem-Zutritt
- Personenkontrolle und Identitätsprüfung am Werkstor
- Schlüsselübergabe und Besuchermanagement
- Eskalation gegenüber Polizei und Feuerwehr
- Entscheidung in Grauzonen-Situationen
Die ehrliche Rechnung ist nicht „Roboter ersetzt Wachmann 1:1". Die ehrliche Rechnung ist: Roboter übernimmt 24/7-Routine + Audit-Trail, Mensch übernimmt Intervention + Tor. Aus 4,2 VK werden 1,5 VK plus 1× Robot = 60-65% Vollkosten-Reduktion bei gleichem operativen Output.
FAQ
Häufige Fragen zu 24/7-Wachschutz-Kosten.
Was kostet 24/7-Wachschutz pro Monat?
24/7-Wachschutz kostet Vollkosten 15.000-25.000 EUR pro Monat pro Posten — bis 40.000 EUR bei multi-shift heavy. Berechnung: VK-Faktor 4,2 × Vollkostensatz/h × 8.760 Jahresstunden ÷ 12 Monate. In Ballungszentren (München, Frankfurt, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf) liegen die Kosten 20-30% über dem Bundesdurchschnitt.
Warum braucht ein 24/7-Posten 4,2 Vollkräfte?
Ein Posten muss 8.760 Stunden im Jahr besetzt sein. Eine Vollkraft arbeitet rund 1.770 produktive Stunden (nach Abzug Urlaub, Krankheit, Schulung, Sondereinsätze). 8.760 ÷ 1.770 = ca. 4,95 — in der Praxis 4,2 nach Branchenkonsens BDSW, da Schichtmodelle und Vertretungspools die Spitze abdecken. Wer mit weniger rechnet, liefert keine durchgehende Abdeckung.
Wie reduziert Robotik die 24/7-Kosten?
Robotik ersetzt die Routine-Patrouille (etwa 65% der Postenleistung), nicht die Intervention. Realistische Substitution: 24/7-Posten (4,2 VK, 15.000-25.000 EUR) wird zu 1× QR-2 Stingray (3.500 EUR all-in) plus 1× 8-5-Tagwache (1,5 VK, ca. 5.800 EUR) = 9.300 EUR/Monat. Ersparnis 6.000-15.000 EUR/Monat bei gleichem operativen Output und audit-festem Streifen-Nachweis nach §5 KRITIS-DG.
Welche Zuschläge erhöhen die 24/7-Kosten?
Im 24/7-Modell laufen permanent: Nachtzuschläge 5-23% (BDSW-Tarifgebiet), Sonntag 50% Pflicht, Feiertag 100-125% Pflicht. Über das Jahr fallen rund 1.460 Nachtstunden, 1.250 Sonntags-/Feiertagsstunden pro Posten an. Aufschlag auf die Lohnkosten: typischerweise 8-12% des Jahreslohns. Robotik-RaaS-Verträge sind dagegen über die 24-Monats-Mindestlaufzeit preisfest.